Holz Lebt

Feine Dielen aus märkischer Kiefer

7 Gute Gründe für uns

Märkische Kiefer: sanft zum Fuß

Märkische Kieferndielen: gut zum Fuß

Märkische Kieferndielen - etwas härter als der Rest.

Brandenburg und unser Havelland sind berüchtigt für ihre schlechten Sandböden. Aber die nährstoffarmen, teils staubfeinen und knochentrockenen Böden sind ein Standortvorteil für die Kiefern! Sie wachsen nämlich sehr langsam, die Jahresringe sind eng, das Holz ist dicht und damit ganz schön hart für ein Nadelgewächs. Wir verwenden nur Bäume aus unserer unmittelbaren Region und nur Kiefern, die wenigstens um die 100 Jahre alt sind.

Andere nennen es Schlossdielen, Landhausdielen, Altberliner Dielen, wir sagen: Märkische Kieferndielen und das ist inzwischen ein Markenzeichen.

Warum diese Sache mit dem Mond?

Mondgeschlagenes Holz, oder kurz Mondholz, das bedeutet für uns: Wir fällen die Bäume nur bei Neumond oder bis zu drei Tage davor. Esoterik? Ja und nein. Erfahrene Holz-Leute, u.a. der von uns sehr geschätzte Erwin Thoma, behaupten, dass Mondholz weniger Feuchte enthält und demzufolge schneller und gleichmäßiger trocknet. Dafür gibt es, um ehrlich zu sein, keinen wissenschaftlichen Nachweis; etwa eine Korrelation zwischen den Mondphasen und der Gravitation und ihrer Wirkung auf den Wasserhaushalt in Pflanzen. Dennoch können wir die jahrhundertealte Erfahrung der Holzwirtschaft bestätigen, dass unser Holz deutlich ruhiger liegt und weniger zum Verziehen oder Verdrehen neigt.

Märkische Kieferndielen – das Produkt alter Forst- und Tischlerregeln

Aber vielleicht liegt es auch an den anderen Forstregeln, die wir beachten: Wir fällen nur im Winter. Außerdem lassen wir den gefällten Stamm mit Krone noch einige Wochen lang im Wald liegen. Der gefällte Baum drückt gegen Ende des Winters noch einmal Lebenssaft in die Triebe. Das machen wir uns zu Nutze und bekommen ein Stammholz, das bereits, wenn wir es aus dem Wald ziehen, sehr trocken ist – das Basismaterial für unsere historischen Märkischen Kieferndielen.

Noch Fragen? – Wir mögen neugierige Menschen! Bitte nutzen Sie unser Kontakformular!

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Wie früher: Schön b r e i t !

Die Fertigungsstraßen großer Sägewerke sind darauf eingestellt, jeden Stamm, ob er nun 30 oder 70 cm durchmisst, auf den kleinsten gemeinsamen quadratischen Querschnitt zu sägen. Aus den verbleibenden Blöcken werden die Bretter, z.B. für Dielen, gesägt. Die sind dann alle einheitlich breit, z.B. 14,5 oder 22 cm. Der Rest geht in die Spanplatte.

Wir machen es dagegen wie früher: Vom Stamm wird ein Brett nach dem anderen herunter gesägt: erst schmalere, dann immer breitere und wieder schmalere. Übrigens entrinden wir jedes dieser Bretter, bevor wir es auf den Stapel legen, damit keine Schadkäfer ihre Eier in die Borke legen können. So nutzen wir den ganzen Stamm und die daraus gewonnenen Dielenbretter geben wir in den wechselnden (fallenden) Breiten ab. Bretter vom selben Baum liegen dann nebeneinander in Ihrem Wohnzimmer, so wie früher in der „guten Stube“. Schmalere, ab etwa 16 cm, mittlere von 20 über 24 bis 28 cm und ganz breite von 30 oder 33 cm! Raumlange Märkische Kieferndielen, die die Bezeichnung Landhausdielen oder Schlossdielen wirklich verdienen und die aussehen wie historische, antike, alte Kieferndielen, als sie noch neu waren, vor 100 Jahren!

Mal sehen? – Fotos von unseren Märkischen Kieferndielen, verlegt von Usedom bis Leipzig!
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Trockenkammer? – Nein, danke!

Das Stammholz schneiden wir im März oder April in Bretter auf, die für den Rest des Jahres sorgsam gestapelt luftig unter einem Dach liegen. Durch dieses Verfahren nach guter alter Holzwirtschaftsart erreichen wir eine zügige, aber gleichmäßige und vor allem:  natürliche Trocknung. Am Ende vom Sommer haben die Bretter eine Restfeuchte von etwa 12-15%.
Industrieholz dagegen wird irgendwann irgendwo geschlagen, sofort aufgesägt und in die Trockenkammer geschoben. Trocknung von um die 70% auf 8-10% Feuchte (bezogen auf den Trockenzustand) in kürzester Zeit und noch dazu unter hohem Energieaufwand! Wie sagt der alte Holzwurm: „Gestern noch der Vogel drauf gekackt, heute schon ein Brett“!

Dass dabei Spannungen im Holz entstehen und das Holz sich „wehrt“, ist eigentlich kein Wunder, oder? Im ungünstigsten Fall, wenn einmal hohe Raumfeuchte auftritt, kann Kammerholz sogar quellen und „hochkommen“.
Uns genügt hingegen auf 10-12% luftgetrocknetes Holz. In sehr trockenen Räumen werden die Dielen sich etwas zusammen ziehen und bei höherer Luftfeuchtigkeit wieder ausdehnen. Es öffnen und schließen sich Fugen, die auch bei über 30 cm breiten Dielen  nicht über 2-4 mm messen. Diese Fugen braucht das Holz zum Leben. Fuge? – So klein wie möglich, so groß wie nötig.

Warum die Fugen klein bleiben bei unseren Märkischen Kieferdielen? Lesen Sie weiter:

Oben muss oben sein!

Und noch etwas machen wir anders als heutige Großbetriebe. Anders heißt: genau so wie früher. Jedes Brett neigt dazu, einen kleinen, fast unsichtbaren Buckel zu machen – und zwar krümmt es sich immer entgegen der Richtung der Jahresringe. Das Brett kann gar nicht anders, wenn es Raumfeuchte aufnimmt. Es wird wieder glatt, wenn es Feuchte abgibt. Holz lebt!
Dieser kleine Buckel ist erwünscht; die Kanten der benachbarten Bretter neigen sich dabei zueinander und verkleinern die Fuge. Dazu muss das Brett aber richtig herum liegen, sonst wird es schüsseln, das heißt, die Kanten biegen sich hoch. Das sieht nicht gut aus und macht Löcher in den Socken.

Wir legen jede Kieferndiele rechts herum!

Daher dreht unsere Werkstatt jedes Brett „auf rechts“, so dass die richtige Seite nach oben kommt. Und damit es nicht versehentlich falsch herum eingebaut wird, ist bei jedem Brett der Abstand von der Feder zur Oberkante ein wenig größer, als der Abstand von der Feder zur Unterkante. Oben muss oben bleiben! Auch das ist Teil der Produktphilosophie für  Märkische Kieferndielen aus unserer Fertigung!

Apropos Fertigung: Wir fertigen aus den trockenen, rohen Brettern immer „on demand“, das heißt wir machen die Endbearbeitung – hobeln, spunden (Nut und Feder anbringen), schleifen für jeden Kunden einzelnd bei Bestellung. Warum? Fertige Dielen sollten nicht lange auf Lager liegen. Deswegen geht es bei uns nicht von heute auf morgen – trotz liefern wir meist innerhalb weniger Wochen.

Interesse an Details? Fragen? Ein Muster? Nutzen Sie bitte unser Kontaktformular!

Nur eine Sache, Märkische Kieferndielen – aber die richtig.

Wir machen keine Schrankwände und keine Toilettensitze aus Holz – Wir machen nur eins: Dielen. Aber die machen wir richtig. So wie früher, in Handarbeit. Wir haben jedes Holz vom Aufsägen der Stämme bis zur Auslieferung der fertigen Dielen etwa 15 mal in der Hand. Wir kennen von jeder Diele den Vornamen und auf Wunsch können wir jedem Kunden genau zeigen, aus welchem Wald sie kommt.
Außer Märkischen Kieferdielen machen wir nur noch massive Eichendielen und Robiniendielen. Weil wir uns mit Dielen auskennen, und nicht mit Toilettensitzen, können wir Sie, unsere Kunden, auf unserem Spezialgebiet kompetent beraten.

Wir können Ihnen viel erzählen? Hören Sie das audio: Märkische Kieferndielen – wie es anfing:

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Nur so viel wie da ist - das Kampagnenprinzip

Das von uns geworbene Holz liegt mindestens ein gutes Jahr zum Trocknen. Jedes Jahr im Januar beginnen wir mit dem Verkauf des Materials. Wir fertigen die Kieferndielen aus den rohen, trockenen Brettern immer erst dann auf Bestellung („on demand“), wenn wir eine Bestellung haben. Denn fertige Dielen sollten nicht ewig herum liegen. Außer etwa zwei Wochen im Stapel dort, wo sie eingebaut werden. (Das gilt für alle Dielen, nicht nur für unsere.)
Wenn nichts mehr da ist, im Juni oder im September oder im November, ist nichts mehr da. Wir horten das Holz nicht. Aber keine Sorge: Ab Januar geht dann wieder die neue Kampagne los! Und wir freuen uns auf neue Kunden – vielleicht auf Sie!