Holz Lebt

Feine Dielen aus märkischer Kiefer

Januar 2011

Wenn es etwas gibt, das nervt auf websites, sind es aktuelle Seiten, die nicht aktualisiert werden!

Also: hier sind die Neuigkeiten aus unserem kleinen Dielenbetrieb. Inzwischen liegen Fußböden aus unserer Produktion in vielen Ecken von Deutschland, vom Einfamilienhaus in Hamburg über die das Appartement in Berlin, das Wochenendhaus in der Uckermark oder der Prignitz, das denkmalgeschützte alte Fachwerkhäuschen in der Oberlausitz, das historische Stadthaus bei Leipzig bis hin zur Kleinstadtvilla bei Würzburg.

Die Kampagnen 2008/09 und 2009/10 liefen gut, wir haben den größten Teil verkauft. Der kleine Kiefern-Bestand in einem Bauernschlag ganz in der Nähe unseres Dorfes hat absolut gehalten, was er versprach – die Bretter sind hart, schön in der Qualität und in der Zeichnung; Dielenbretter wie wir sie haben wollen.

Auch für das kommende Jahr werden wir noch Dielen aus diesem Bestand fertigen können. Im kommenden Jahr nehmen wir erstmals Eichendielen mit in unserer kleines Programm. Die Dielen für den Innenbereich haben ebenfalls fallende Breiten zwischen 16 und 30 cm, sind etwa 24 mm stark und haben 4 m Länge. Mit Nut und Feder, fein gehobelt.

Außerdem haben wir ein kleines Kontingent Robinienbretter. Robinie ist ein sehr hartes und witterungsfestes Holz für den Außenbereich, zum Beispiel für Terrassen, Gartenmöbel oder Spielplatzeinrichtung. Robinien sind eingewanderte Pflanzen, sog. Neophyten, ursprünglich in Nordamerika beheimatet, die sich hier weithin verbreitet haben. Der Wuchs der Bäume ist meistens nicht besonders gerade. Daher ist es schwierig, lange und breite Bretter herauszuschneiden. Wir haben aber aus einem schönen Bestand einige gut gewachsene Exemplare eingeschlagen und bieten Bretter, ebenfalls in fallenden Breiten bis zu etwa 28 cm, in 24 mm Stärke und 4 m Länge an! Feingehobelt mit glatten Seiten (ungespundet). Selbstverständlich sind auch unsere Eichendielen und die Robinienplanken aus mondgeschlagenem Holz.

November 2008: Die diesjährige Kampagne ist gut gelaufen. Die Bretter, die im kommenden Jahr verarbeitet werden sollen, sind unter Dach und Fach. In einem nahe gelegenen Waldstück sind schon die Bäume angezeichnet, die im Winter geschlagen werden sollen. In diesem Areal schlugen wir schon im vergangenen Winter ein. Beim Aufsägen bestätigte sich, dass die Qualität sehr gut ist. Extrem langsam auf sehr armem Boden gewachsenes Holz, damit gute Härte.

Im Sommer habe ich Erwin Thoma in Österreich besucht. Beeindruckender Typ, voller Vitalität und Optimismus! Falls einer von Euch / Ihnen vorhat ein Vollholz-Haus zu bauen, lohnt sich ein Besuch auf seiner Website. Ich finde seine Konzeption überzeugend. Beim Waldspaziergang habe ich die Jahresringe von in 1500 Meter Höhe, also in hartem Klima gewachsenen Fichten gemessen. Die Abstände sind etwa so gering, wie die unserer märkischen Kiefer, wenn sie auf nährstoffarmen Standorten wächst. 

Das Foto oben habe ich bei einem Besuch auf der Prager Burg, dem Hradschin, gemacht. Es ist der Saal, aus dessen Fenster mehrmals Leute geworfen wurden, was als Erster und Zweiter Prager Fenstersturz in die Geschichte einging (1419, 1618 – den dritten Sturz, 1948, rechne ich mal nicht mit). Ich weiß nicht, ob die Kiefrendielen schon seit damals drin liegen. Es könnte aber sein! Auf jeden Fall kann man sehen, dass sie sehr alt und dabei immer schöner werden können!

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