Waldumbau?

Der zweite Dürresommer in Folge geht gerade – hoffentlich – zu Ende. Er hat uns hier im schönen Havelland besonders hart getroffen. Vor allem die Eichen haben so stark gelitten, dass wohl etliche davon eingehen werden.

Wir brauchen geförderte Wiederaufforstung im großen Maßstab, sagen viele Waldbesitzer und sagt unsere hinreißende Wald- und Wiesen-Ministerin Klöckner. Wir brauchen Urwald, der sich natürlich dem Klima anpasst, sagen Peter Wohlleben und seine follower.

Aber nur mit Urwald können wir den wachsenden Bedarf am nachhaltigen Baustoff Holz nicht decken. Dafür müssen wir weiter die „Brotbäume“ Kiefer, Fichte, Buche, Eiche anbauen. Auf trockenen, nährstoffarmen Böden, wie hier bei uns, ist das zum Beispiel die Kiefer in Mono- oder Mischkultur. Wir müssen aber auch im Waldumbau auf bisher wenig beachtete Arten setzen, die mit extremem Klima besser klarkommen, wie z.B. die Robinie. Wir brauchen aber auch den Urwald, der CO2 schluckt und großer Artenvielfalt Heimat bietet.

Kurz, wir brauchen alles: Wir brauchen Kulturwald und Baumfarmen, wir brauchen Urwald, wir brauchen Waldstreifen zwischen den Äckern, wir brauchen Stadtwald und Wäldchen auf den Hausdächern. Wir brauchen mehr Wald.

Ihr Dieler Erik Heinrich.

2019-10-04T13:39:49+00:00September 12th, 2019|