Waldumbau und die Suche nach guten Beständen

Wieder so ein Sommer. Zu heiß, zu trocken. Waldmenschen leiden unmittelbar, wenn sie sehen müssen wie Eichen, Kiefern, die vor zehn Jahren vielversprechende „Zukunftsbäume“ waren, nun braun und grau werden und eingehen. Mit Förstern und Waldbesitzern spreche ich über Waldumbau und resiliente, also klimaangepasste Baumarten. Inzwischen gibt es sogar Baumschulen für Klimawandelgehölze. Die meisten dieser Arten kommen aus Amerika oder Asien. Die Robinie, die Roteiche, die Schwarznuss und andere sind schon länger hier und beweisen in der Klimakrise ihre Widerstandskraft. Noch vor wenigen Jahren wurden diese Einwanderer als nicht heimische Arten von vielen Forstleuten beargwöhnt. Heute müssen wir glaube ich ganz neu und sehr dringend über botanische Globalisierung nachdenken.

In so schwierigen Zeiten hat es mir einen „boost für die Seele“ verschafft, dass wir in der vergangenen Woche einen traumhaft schönen Bestand von 135jähigen Kiefern gefunden haben – langsam gewachsene und gut gepflegte Bäume, bis 12, 14 Meter Höhe fast astfrei. Ein Schatz, den wir im kommenden Winter bergen werden, ein Handschlag mit dem Waldbsitzer hat das besiegelt. Was pflanzen wir heute, auf dass es in 135 Jahren ein Schatz sein wird?

Für dieses Jahr sind wir bei Kieferndielen ausverkauft und nehmen gerne Vorbestellungen für das nächste Jahr entgegen. Eichendielen und Robinien-Terrassendielen sind noch da.

Ihr „Dieler“ Erik Heinrich. (Kontakten Sie mich gerne zu Wald- und Holzfragen!)

2022-08-16T07:49:06+02:00August 16th, 2022|