Holz Lebt

Feine Dielen aus märkischer Kiefer

Verstehe ich nicht …

Jetz liegen wieder die Stämme, die ich für Dielenholz ausgesucht habe, in einem großen Polter bei uns auf dem Hof. Sieht imposant aus. Der Holzfahrer, der mir seit ein paar Jahren mit seinem mächtigen LKW die Stämme aus dem Wald holt, ist ein netter, gesprächiger Typ. Er erzählt, Kiefernholz, zum Teil auch in diesen Stärken bis 50 cm Durchmesser, hat er in den vergangenen Jahren nur allzu oft auch als „Industrieholz“ zum Spanplattenwerk oder zur Paletten-Fabrik gefahren. Könnte er heulen, sagt er. Ich habe ja auch schon oft im Wald die Polter mit 60-, 80-, 100-jährigem Holz gesehen, das vor sich hingammelte, bis es „in die Platte“ oder „in die Palette“ ging. Trauerspiel. Auf den Euro-Paletten, die daraus gebaut werden, wird dann das „Fertigparkett“ aus Importholz in palettengerechten Abschnitten durch die Gegend gefahren. Kaum zu glauben, der Begriff „Nachhaltigkeit“ wurde im 19. Jahrhundert in der Forstwirtschaft geprägt. Something wrong in paradise …

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